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Fluch oder Segen?

Das praktische Problem­kind

Wie Plastik unseren Planeten bedroht.

  • Unsere Großeltern wären begeistert gewesen, hätten sie damals schon Milch in Tetrapacks kaufen können und sich nicht mit schweren Milchflaschen abschleppen müssen. Heute könnten wir von Glück sprechen, wenn Plastik nie erfunden worden wäre. Denn die nicht enden wollende Plastikflut hat sich zu einem Mega-Problem entwickelt.

    Warum? So praktisch Plastik gerade etwa in Gestalt der Plastiktüte ist, es will verdammt noch eins nicht verschwinden! Denn Plastik verrottet nicht. Es zersetzt sich lediglich in immer kleinere Teile, Mikroplastik genannt. Das Fatale: jedes Jahr kippen wir laut CareElite weltweit unglaubliche 32 Millionen Tonnen Plastik in die Umwelt. Plastik, das wie im Fall der Plastiktüte im Schnitt gerade einmal 25 Minuten ge­nutzt wird (Quelle: DUH), und dann nie wieder ver­schwin­det. Forscher der Ellen MacArthur Foundation befürchten, dass im Jahr 2050 mehr Plastik als Fisch in den Meeren des Planeten Erde herum­schwimmen wird.

    Wer denkt: „Was soll schon dabei sein, wenn sich Plastik nach 500 Jahren in mikroskopisch kleine Teile zersetzt, dann ist es doch praktisch nicht mehr da.“ der sollte sich nicht wundern, wenn der Arzt eines Tages Mikroplastik in der Lunge oder im Darm diagnostiziert. Doch fangen wir am Anfang an.

Was ist das Be­sondere an Plas­tik, das es zu einer Gefahr macht?

  • Eine Million Plastikflaschen kaufen wir weltweit jede Minute. Jede Stunde werfen wir allein in Deutschland 320.000 Kaffee­becher weg (Quelle: DUH). Ob Pommes-Schale, die Plastiktüte, die praktische Schuh­pols­ter­ung mit der die Schuhe ver­packt sind – jedes einzelne Stück davon, das wir unachtsam wegwerfen, wird niemals verschwinden, sondern le­diglich in immer kleinere Teile zersetzt. Vie­les landet in den Ozeanen. Bereits jetzt schwimmen mehr­ere gigantische Plastik­strudel in den Welt­meeren, der größte davon treibt westlich von Kali­fornien im Pazifik und ist so groß wie Mitteleuropa.

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Wie Plastik unser Grundwasser verdirbt

  • Mikroplastik ist durch seine molekulare Struktur wie ein Schwamm für gefährliche Giftstoffe. Überall auf den zehntausenden Mülldeponien unseres Planeten entsteht gefährliches Sickerwasser aus Plastikmüllteilen. Diese giftigen Chemikalien gelangen ungehindert in das Grundwasser. und darüber zurück in unsere Nahrungskette: Das Chemische und Veterinäruntersuchungsamt Münsterland-Emscher-Lippe hat Anfang 2018 unterschiedliche Marken-Mineralwasser untersucht, von denen sämtliche Proben mit Mikroplastik belastet waren. Die Studie zeigt, wie unmittelbar das Problem jeden einzelnen von uns angeht.

Gelangt Plastik am Ende auch auf unseren Teller?

  • Nicht nur über das Wasser nehmen wir jede Menge Mikroplastik zu uns. Tiere verwechseln Plastik und Mikroplastik häufig mit Plankton und anderen Nahrungsmitteln, mit katastrophalen Folgen für die Tiere: Jedes Jahr verhungern nach einem Bericht der Welt geschätzt 1.000.000 Seevögel und 100.000 Meeressäuger mit vollen Mägen – doch sie sind nicht mit Nahrung gefüllt, sondern mit Plastik. Doch selbst, wenn die Tiere nicht qualvoll verenden, sammelt sich etwa in Fisch Mikroplastik, das in Form des Fisches auf unserem Teller landet und schließlich von uns selbst mit Genuss gegessen wird, mit gefährlichen Folgen für unsere Gesundheit.

Macht Plastik uns krank?

  • Nicht nur über das Trinkwasser und unsere Ernährung, auch über die Atemluft, zahlreiche Pflegeprodukte, Kleidung und vieles mehr nehmen wir Mikroplastik in unseren Körper auf. Und zwar immer mehr. Verschiedene Studien haben gezeigt, dass bei 90% der Menschen in Industrienationen das Blut mittlerweile chronisch mit Plastik belastet ist. Insbesondere der giftige Stoff Bispenol A (BPA) wurde in nahezu jeder Blut- und Urinprobe gefunden, so Dieter Swandulla, Institutsdirektor der Physiologie II an der Universität Bonn. Der Stoff ist ein synthetisches Hormon und gilt als besonders gesund­heits­gefährlich. Erste Studien, unter anderem der WHO, legen den Verdacht nahe, dass Mikroplastik zu Krebs-Erkrankungen, Fett­leibig­keit und Un­frucht­bar­keit führen kann.

Initiative „Stop Wasting – Start Caring!“

Stop Wasting – Start Caring!.“ – Vorstands­chef Tim Höttges ruft alle Mitarbeiter der Telekom auf Plastik, Verpackung und Schrott zu vermeiden.

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